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Kletterpflanzen

Kletterpflanzen

Rankgewächse für eine grüne Wand. Kletterpflanzen auch mit Blüten und Früchten

Warum klettern Kletterpflanzen?

So etwas wie ein Rückgrat fehlt den Kletterpflanzen. Darum wachsen sie nicht senkrecht in die Höhe. Ihnen fehlt ein geeigneter Stängel oder Stamm, der als Tragwerk dienen könnte. Kletterpflanzen benötigen für ihren fortschreitenden Wuchs etwas, das ihnen Halt bietet. Eine Art Griff, an den sie sich klammern können. In der freien Natur nutzen sie Felsen oder andere Pflanzen als Kletterhilfe. Im Garten oder Park ist es erforderlich, Gerüste für sie zu bauen oder stützende Pfeiler zu installieren.

Ziel des kletterartigen Wuchses ist es, das Blattwerk optimal zur Sonne hin auszurichten.

Wie klettern Kletterpflanzen?

Efeu - ein Selbstklimmer

Rund 90 krautige wie verholzende Pflanzenfamilien mit mehr als 2500 Arten werden zu den Kletterpflanzen gezählt. Sie werden anhand ihrer Klettertechniken unterschieden.

Die sogenannten Selbstklimmer. können Mauern und Fassaden direkt bewachsen. Meist sind es, wie etwa der Efeu oder die Kletterhortensie, Haftwurzelkletterer: Ihre Jungtriebe stoßen beim Wachsen in Richtung Sonnenlicht in neue Regionen vor, während die als Wurzeln oder Scheiben ausgebildeten Haftorgane an der dem Licht abgewandten Seite die statische Sicherung übernehmen.

Andere Gewächse benötigen eine Kletterhilfe. Rankpflanzen wie die Weinrebe halten sich mit besonderen Organen, den Ranken, an dünnen Zweigen oder an einer Tragkonstruktion fest.

Schlingpflanzen wie das Geißblatt klettern in die Höhe, in dem sich ihr windender Spross um die Rankhilfe schlingt. Spreizklimmer wie die Brombeere oder die Kletterose finden Halt, indem sich die Triebe am Untergrund verspreizen. Das ermöglichen vielfach die kräftigen Stacheln oder Dornen.

Bei einigen Kletterpflanzen ermöglicht ein Sekret der Haftscheiben, dass ihre Triebe sogar an glatten Flächen wie Fensterglas Halt finden. Das ist nicht immer förderlich, denn eine Pflanze kann auch zum Störfaktor werden. Es gibt aber Abhilfe. Ungewolltes Wachstum kann beispielsweise durch das Auftragen einer hellen Farbe, eine hohe Temperatur der Wandfläche oder sandendem Putz gebremst werden.

Der Einsatz von Kletterpflanzen sollte gut durchdacht sein

Fassadenbegrünung mit wildem Wein

Kletterpflanzen eignen sich hervorragend zur Fassadenbegrünung. Sie fangen Regentropfen ebenso wie Hagelkörner ab. Sie schützen vor zu großer Sonneneinstrahlung und thermischen Witterungseinflüssen, was sich förderlich auf das Klima im Innen- wie Außenbereich eines Gebäudes auswirkt.

Allerdings müssen das Gebäude, die Wuchsform der jeweiligen Pflanze und die Kletterhilfe stets aufeinander abgestimmt sein. Klima, Licht und Größenverhältnisse müssen berücksichtigt werden. Sonst kann der Pflegeaufwand sehr hoch sein. Oder es können Schäden am Gebäude verursacht werden.

Die Vielfalt der Kletterpflanzen ist groß

Dank des reichhaltigen Angebots hat der Gartenfreund bei der Entscheidung für die passende Kletterpflanze die Qual der Wahl. Sehr beliebt ist der Efeu, ein am Boden kriechender oder an Bäumen wie Felswänden bis zu 20 Metern hoch wachsender Strauch. Die wechselständigen, gelappten Blätter werden bis zu zehn Zentimeter lang. Im Herbst trägt der Efeu helle, in langen Dolden angeordnete Blüten, aus denen Steinfrüchte von einem guten Zentimeter Länge hervorgehen. Aber aufgepasst: alle Teile des Efeu sind giftig! Der Efeu bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Böden. In der freien Natur ist er in den Wäldern Mitteleuropas und Westasiens bis zu einer Höhe von 1200 Metern zu finden.

Ein Klassiker sind die Kletterrosen, die viele Pergolen und Rosenbögen, Fassaden und Gartenmauern schmücken.

Auch zu der im Deutschen als „Geißblatt“ firmierenden Lonicera-Familie gehören beliebte Kletterpflanzen. Es handelt sich um robuste, wüchsige, reich blühende Schlingpflanzen in den unterschiedlichsten Farben, die sich zum Teil auch für schattige Lagen sehr gut eignen.

Vielseitig einsetzbar ist die Kletterhortensie, die keine Rankhilfen benötigt. Sie ist vor allem für Gartenlauben und Pergolen gut geeignet und fällt durch ihren bizarren Wuchs ins Auge.

Kletterhortensie

Die Partenossos-Gewächse, zu denen die Jungfernrebe und der Engelmanns-Wein zählen, sind klassische Kletterpflanzen. Sie wachsen sehr schnell und betören im Herbst durch feuriges Laub. Während der Engelmanns-Wein eine Laubschicht von 20 bis 40 Zentimetern bildet, liegt die Jungfernrebe flacher an der Wand. Die Entscheidung für die jeweilige Pflanze hängt folglich auch vom jeweiligen Standort ab.

Auch Weinreben zählen zu den Kletterpflanzen und machen sich gut als Blickfang im Garten. Die Tafeltraube bringt dazu noch einen reichen Ertrag an leckeren Trauben. Ein erster Schritt auf dem Weg zum Winzer ist ihre Pflanzung allerdings nicht unbedingt. Der Weinbau ist bekanntlich eine Wissenschaft für sich.